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"Der Tango kann Dramatik und Trübsal in Lebensfreude verwandeln, das macht seine Kraft aus."



Vor Kurzem wurde der Tango Argentino von der UN-Kulturorganisation UNESCO zum „Weltkulturerbe“ erklärt und in die Liste der erhaltenswerten Künste und Traditionen aufgenommen. "Der Tango hat sich zu einer unverwechselbaren kulturellen Identität entwickelt", erklärte die UNESCO und nahm den argentinischen und uruguayischen Paartanz in ihre Liste der schützens- und erhaltenswerten Künste und Traditionen auf.  Der Tango Argentino ist in der einfachen Bevölkerung von Buenos Aires und Montevideo "im Becken des Rio de la Plata" entstanden und hat sich  in alle Welt bis nach Deutschland verbreitet.

Und das ist gut so, denn Tango Argentino hebt nicht nur die Stimmung, sondern hat auch nachweislich positive Auswirkungen auf die Menge der Stress- und Sexualhormone.  Nachweislich nimmt das Stresshormon Cortisol beim Tanzen ab, das bekannte Sexualhormon Testosteron nimmt zu. Dies hat die kolumbianische Psychologin Cynthia Quiroga Murcia in ihrer Doktorarbeit an der Frankfurter Universität herausgefunden, indem sie bei 22 Paaren vor und nach dem Tanzen Speichelproben getestet hat.  Musik, Bewegung und Körperkontakt ergänzen sich beim Tango Argentino ideal und wirken sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus.




Sonntag, 16.5.2010 im Tanzpalast Mythos, Borghagenerstr. 19, 44581 Castrop-Rauxel

Wir haben 280,00 Euro für die Makarere GrundSchule in Uganda gesammelt. Allen Teilnehmern und Spendern herzlichen Dank!

Danksagung aus Uganda von
Alessandro

Привет!
Большое спасибо!
Soweit reicht mein Russischwissen aus drei Jahren Schulrussisch gerade noch, Paloma. ;-)
Lieber Uwe, liebe Paloma,
ich möchte euch hiermit im Namen aller, meiner Familie, den ugandischen Lehrern und nicht zuletzt den ugandischen Schülern für diese einzigartige Tanzveranstaltung danken - aus der ein Ertrag hervorging, mit dem man das Monatsgehalt mehrerer Lehrer hier decken könnte. Aber darum geht es garnicht. Mit dieser ertragreichen Spende wird nun höchstwahrscheinlich nicht wie geplant nur jedes zweite, nein, sogar jedes Kind ein Lesebuch erhalten. Ein nie da gewesener Meilenstein für die Makerere West Vally Grundschule - und ein großer Schritt für Bildung und Zukunft jedes einzelnen Schülers....

Mit einem ganz lieben Gruß aus dem ermüdend-heißen Uganda,Alessandro





Zeitung WAZ Lokal Nachrichten Herne  (5.2.10)
Internet: www.derWesten.de (5.2.10)

Tango Argentino
Rhythmus des Herzens
Herne, 05.02.2010, Ute Eickenbusch


Was wird dem Tango nicht alles nachgesagt. Er sei ein „trauriger Gedanke, den man tanzen kann”, sinnlich und leidenschaftlich, der „vertikale Ausdruck eines horizontalen Verlangens”. Im Constantiner Haus Voss ist er an diesem Dienstagabend vor allem: Konzentration.

Wo sonst Geflügelzüchter Rassetiere ausstellen und Jäger ihre Prüfung ablegen, ist „Tanzen lernen mit Paloma Chamrai” angesagt. Ihr Fach ist der Tango Argentino, ein kompliziertes Zusammenspiel von Fuß, Hand und Kopf. „Das ist der Rhythmus meines Herzens”, sagt Paloma über den Tango, der Musik ist und Tanz zugleich. „Die Melodien sind tief und wunderschön.”

Mit dem Wie-ge-schritt der Standardtänzer hat der argentinische Tango, wie er um 1900 in den Elendsvierteln von Buenos Aires aufkam, so wenig zu tun wie Paloma Chamrai (40) mit Argentinien, denn die Frau mit dem spanischen Vornamen und dem langen dunklen Haar stammt aus dem Süden Russlands, vom Schwarzen Meer. Im Saal der Traditionsgaststätte gibt sie mit Ernsthaftigkeit und Ausdauer weiter, was sie schon als Kind fasziniert hat. „Mein Papa hat gut Tango getanzt”, sagt sie. Was gar nicht so erstaunlich ist, wie es für westeuropäische Ohren klingt. „Der Tango war in Russland sehr beliebt.”

Zwischen diesen ersten Eindrücken und dem Entschluss, den Tango zu unterrichten, liegt eine klassische Choreografie- und Musikausbildung in Moskau und St. Petersburg. Bevor Paloma Chamrai vor einem Jahr mit den Kursen begann, bewegte sie sich privat in der wachsenden Tangoszene. Ihren Mann Uwe (48) lernte sie dort kennen, mit ihm tanzt sie seit fünf Jahren, sie reisen zu Workshops nach Holland oder zum Tango-Urlaub nach Kroatien.

Von diesem Niveau sind die Paare im Saal mit den Spitzengardinen und den Kunstblumen noch ein paar Tango-Schritte entfernt. Doch sie arbeiten daran, seit einem Jahr, korrigiert und inspiriert von ihrer Lehrerin, die mit Assistentin Christine Graef elegant und unermüdlich die Basis-Figuren vorführt. „Wie die Paare sie kombinieren, steht ihnen frei. Jeder interpretiert den Tanz anders.” Das liebt Paloma am Tango Argentino: „Die Freiheit einerseits und andererseits die Schritte, das ist etwas sehr Schönes.”

„Wir haben letztes Mal das Walzerthema angefangen”, hat sie die heutige Stunde eröffnet. „Da gehen wir weiter.” Ein Tangowalzer ertönt aus dem CD-Spieler. „Vor - ziehen, vor - ziehen”. Die Herren sollen per Händedruck signalisieren, wo es lang geht. Schuhe schlurfen über den mit Babypuder geglätteten Kunststoffboden. „Nicht verzweifeln, bitte, Männer”. Blicke wandern nach unten, Paare diskutieren, einer küsst seine Frau am Ende eines Stücks.

„Es dauert eine gewisse Zeit, bis der Rhythmus vom Kopf in die Füße geht”, sagt Walter Cesniewski, der mit seiner Frau Bärbel schon eine gute Figur macht. Das Ehepaar aus Börnig, das mit 61 und 50 Jahren zu den älteren Paaren gehört, mag die ungezwungene Atmosphäre des Kurses und probiert das Gelernte gerne bei den „Milongas” aus, den Tanzabenden, bei denen die Damen mit Rosen beschenkt werden. Marcus und Heike Kentsch aus Castrop-Rauxel halten inzwischen zwischen Ruhr und Niederrhein nach Milongas Ausschau. „Tango ist eine Sucht”, sind sie sich einig, während für Reiner Busch aus Essen vor allem zählt: Hier lernt er etwas. Und doch könnten sie noch besser sein, merkt seine Partnerin Christine Kramer selbstkritisch an: „Man muss einfach üben.”

Es könnte sich lohnen. Paloma Chamrai jedenfalls verspricht auf ihrer Internetseite das Blaue vom Tanzhimmel: „Tango macht sexy, glücklich und gesund.”










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